#27 Elise & ihr Weg in die Kommunalpolitik

Shownotes

2005/06 geht Elise mit YFU nach Südafrika. Die Idee stammt von ihrer Mutter, das Ziel wählt sie selbst. Obwohl sie sich damals eher als schüchtern beschreibt, wird das Austauschjahr schnell zu einem persönlichen Neustart. Das Leben nahe des Kruger-Nationalparks eröffnet ihr neue Perspektiven und legt den Grundstein für ihren späteren Weg in Ehrenamt und Kommunalpolitik.

In dieser Folge erzählt Elise von ihren ersten Erfahrungen in Südafrika, ihrem Engagement bei YFU, ihrer Arbeit im Vorstand und ihrem Weg bis in den Stadtrat von Königswinter. Aus anfänglicher Zurückhaltung wird Verantwortung: Sie leitet Tagungen in ganz Deutschland, gestaltet strategische Entscheidungen im Vereinsrat mit und entdeckt dabei ihr Interesse an Politik.

Es ist eine Geschichte über persönliche Entwicklung, neue Perspektiven und darüber, wie ein Auslandsjahr den weiteren Lebensweg prägen kann. Weshalb gerade ein vegetarisches Steak Elises persönliche Entwicklung symbolisiert, ob Südafrika als Land einen Beitrag zu ihrer Politisierung leistete, wie man am besten an KommunalpolitikerInnen herantritt und wie sich ihr Blick auf Lobbyarbeit verändert hat, erfahrt ihr in dieser Folge.  

Unser Ziel mit diesem Podcast ist es, euch in die Welt von YFU mitzunehmen!     Bei Fragen, Wünschen oder Anmerkungen könnt ihr uns gerne eine Nachricht an podcast@yfu-deutschland.de schicken.     Link zur YFU Podcast-Playlist: https://open.spotify.com/playlist/6NBtDHUSeJWYBzdORt7TdC?si=07723572792d425b

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des YFU in der Welt zu Hause Podcast.

00:00:05: Mein Name ist Hannah, ich habe heute Elise dabei!

00:00:09: Hi Elise, möchtest du dich einmal kurz

00:00:10: vorstellen?

00:00:12: Hallo, ich bin Elise und bin aus Königswinter-Babon zugeschaltet und war mit YFÜ im Austausch.

00:00:21: Sehr gut – wir werden jetzt gleich... Gott sei Dank, ganz viel Zeit haben uns deine Geschichte einmal genauer anzuschauen.

00:00:28: Wo können wir dann am besten anfangen?

00:00:29: Wo hat Deine Reise mit YFU begonnen?

00:00:32: Wann war das und wie kam es dazu?

00:00:34: Genau, begonnen hat die Reise, da ich ... ... im Ausland war wahrscheinlich so um ... ... dass meine Mutter die Idee hatte... Und zu mir kam momentan, die Elise möchtest du nicht ein Jahr ins Ausland gehen!

00:00:51: Ich hatte bisher überhaupt nicht davon gehört Aber fand das eine spannende Idee und auch wenn ich sonst sehr schüchtern war, und ich glaube mir nicht viel zugetraut habe.

00:01:02: Habe ich mir das komischerweise sofort zugetrauht?

00:01:06: Und so hat es dann alles begonnen!

00:01:09: Wie war das?

00:01:10: Wann waren da schon sowie jetzt so viele Länder im Programm von WIFU, dass du auch erst mal ein riesiger Auswahl hattest und gar nicht wusstest wo hin zu gehen soll?

00:01:18: oder war das für dich von Anfang an klar?

00:01:21: Ja, also die Auswahl war an sich groß.

00:01:24: Aber ich war aus heutiger Sicht komischerweise aber damals irgendwie auch erklärlich sofort auf Südafrika gepult.

00:01:32: Also ich wusste irgendwie wenn ins Ausland dann nach Südafrika... Also natürlich hätte mich auch Australien, Neuseeland interessiert, aber das war zu teuer.

00:01:42: USA hat irgendwie jeder gemacht.

00:01:45: Deswegen ist es nicht schlecht, aber mich hat's irgendwie nicht so interessiert und Ich war vorher schon mal meine Mutter, mein Schwester und ich waren in Gambia.

00:01:55: Das ist ein kleines Land in Westafrika.

00:01:57: also ich war schon einmal in Afrika.

00:01:58: das war für mich nichts krass Unbekannte oder Komisches oder so und deswegen hatte ich Lust darauf.

00:02:04: Achso!

00:02:05: Und jetzt im Nachhinein fände ich natürlich auch Asien spannend oder Südamerika.

00:02:09: aber das hätte ich mit tatsächlich von der Sprache her nicht zugetrauten.

00:02:13: Ich dachte Südafrika ist ja englisch sprachig bin ich jetzt natürlich auch schlauer, dass man das nicht so einfach sagen kann.

00:02:19: Aber ich dachte, ja Englischsprachiges Land in Afrika klingt super mache ich.

00:02:26: und dann hatte ich ein Buch Weltweiser heißt er sich glaube es gibt's heute auch noch.

00:02:33: das ist ganz gut.

00:02:34: da werden verschiedene Organisationen vorgestellt.

00:02:37: oder wenn es jetzt nicht mehr was damals gut.

00:02:39: Und da bin ich auch gestoßen und die Organisation hat uns gleich gut gefallen, weil sie diesen gemeinnützigen Aspekt hatte dass sie daran kein Geld verdienen.

00:02:51: Es war beschrieben das ja auch so.

00:02:53: Vorbereitung und Nachbereitung machen.

00:02:57: Ja dann habe ich mich tatsächlich nur bei YFU nur für Südafrika beworben Und im Nachhinein würde ich jedem empfehlen, sich auch für andere Länder zu bewerben.

00:03:07: Aber damals hat das so für mich gepasst und ich hatte Glück, auch genommen zu werden... ...und dann ging's los!

00:03:14: Dann bin ich sogar noch im Ehrenamt bei WIFU gelandet und alles ein Amtenseinlauf.

00:03:19: Wie ist denn das Jahr gelaufen?

00:03:20: Für dich war es wie erwartet?

00:03:23: Haben da Überraschungen auf Dich gewartet?

00:03:26: Rückblickend, wie würdest du das beschreiben?

00:03:28: Es war natürlich anders als man sich... vorstellt.

00:03:33: Natürlich, vor dem Jahr dachte ich, ich komme in eine Familie Mutter Vater zwei drei Kinder so wie man sich das typischerweise vorstellen.

00:03:43: obwohl ich in Deutschland bei meiner alleine erziehenden Mutter und einer Schwester auch nicht in der typischen Familie aufgewachsen bin habe ich mir das trotzdem fürs Ausland sehr vorgestellt.

00:03:51: und dann war ich aber tatsächlich mitten in der Pampa quasi in Südafrika im der Provinz Limpopo, das ist im Nordosten so anderthalb Stunden von Krüger Nationalpark entfernt.

00:04:03: Ja auf dem Dorf auch bei einer alleinerziehenden Mutter und sie hatte zwei Kinder also hat sich zwei Gastgeschwister.

00:04:11: Das war schon mal anders als erwartet aber trotzdem total cool mal zwei Schwestern zu haben.

00:04:19: Und ja was ich jetzt erinnere was auf jeden Fall anders war ist dass ich zum Beispiel jedes Wochenende mit in die Kirche gegangen bin.

00:04:27: Das war total anders in Deutschland, weil ich in Deutschland das überhaupt nicht kannte.

00:04:32: War ich als Kind mal in der Kirche um zu erleben wie das ist aber hatte sonst keine Verbindung zur Religion.

00:04:37: Aber es war eine ganz andere Erfahrung und ja auch sehr wertvoll.

00:04:43: Ja natürlich die Klassika dass es anderes Essen gibt Dass die Schule anders ist Dass ich zum Beispiel nach um sechs abends nicht mehr raus durfte, aber nicht weil es super gefährlich war oder so.

00:04:59: Weil viel platziert ja auch, dass das nicht supergefährlich ist.

00:05:03: Aber einfach weil es zum ... Oder anders dadurch, dass es da zum Leben dazugehört, war das auch nicht schlimm für mich immer, um sechs zu Hause zu sein, weil's ab um sechs da dunkel wird und dann gehörte das zum Familienleben einfach dazu.

00:05:15: Und dann hat man zusammen Fernsehen geguckt oder geredet.

00:05:19: Ja, das war alles anders, aber sehr cool!

00:05:23: Musstest du?

00:05:25: dich häufig überwinden oder über dich hinaus wachsen, dass der am Anfang sagt das du eher schüchtern warst.

00:05:33: Also ich war Schüchtern... Ich hatte aber irgendwie von Anfang an das Gefühl ich kann mich in dem Jahr ausprobieren.

00:05:40: Ich glaube deswegen hatte ich auch so Lust das zu machen weil ich schon das Gefühl hatte ich kann nach ein Jahr ganz so anders hingehen, kann einmal machen was ich will habe ich natürlich nicht gemacht.

00:05:48: ich war ja trotzdem noch.

00:05:49: ich aber theoretisch hätte ich machen können gewollt hätte und wenn es schief gegangen wäre, wär ich nach einem Jahr wieder zurück gewesen.

00:05:56: Und deswegen war das keine Überwindung... ...und gleichzeitig war ich natürlich auch nicht so anders als in Deutschland aber ich konnte mich schon ausprobieren und dadurch über mich hinaus wachsen.

00:06:11: Ja!

00:06:12: Und dann?

00:06:13: Du bist wieder nach Hause gekommen.

00:06:15: wie ging's denn weiter für dich?

00:06:16: Dann bin ich nachhause gekommen.

00:06:20: Ich war Immer sehr zielstrebig in der Schule, weil ich auch Medizin studieren wollte war davon überzeugt dass sich die elfte Klasse nochmal machen möchte.

00:06:27: Also ich habe dreizehn Jahre AB gemacht, wollte die elften Klasse noch mal machen um nicht zu verpassen.

00:06:32: und meine Mutter meinte schon ja wir gucken mal und die Schule war auch cool und sie meinten man muss erst kurz vor Beginn des Schuljahres entscheiden wie man es nun möchte.

00:06:40: und dann weil auch meine Freundinnen und Freunde direkt in die zwölfte Klasse eingestiegen sind hab ich das auch gemacht.

00:06:47: Und dann habe ich die Schule zu Ende gemacht, bin zum Studium nach Osnabrück gezogen.

00:06:51: Nicht für Medizin sondern für Kognitionswissenschaften.

00:06:54: auch ein sehr cooles Studium, auch sehr empfehlenswert und da war ich dann bei einer Versammlung von WIFU ihren Amtlichen... Genau weil ich einfach mitbekommen habe dass es WIFUs ja auch in anderen Städten oder Leute die für WIFUS aktiv sind an anderen Ständen gibt war dann da, wollte mir das eigentlich nur mal so angucken und auch am Anfang des Studiums natürlich Leute in der Stadt kennenlernen.

00:07:21: Und ich glaube, wie es vielleicht bei vielen Ehrenamtlichen ist, kam ich aus dieser Versammlung raus mit... Ich war dann Beauftragte für Stammtischorganisationen was ich mich natürlich wieder null zugetraut habe aber es erschien mir doch irgendwie zu einigermaßen machbar und die Leute waren noch alle dass sie mich dabei unterstützen, nur man nicht falsch machen kann.

00:07:43: Und so ging das Ehrenamt dann los!

00:07:46: Das heißt du bist erst mal wiedergekommen und hast erstmal die zwölfte Klasse gemacht, die dreizehnte Klassik gemacht, den Schulabschluss der Studium begonnen... ...und dann hat die Reise ins Ehrenamt für dich begonnen?

00:07:57: Ja genau, das war dann so zwei tausend acht ungefähr

00:08:01: ja.

00:08:02: War das der richtige Einstieg rückblickend mit den Stammtischen anzufallen?

00:08:07: Ja das war perfekt weil es eine kleine Aufgabe war aber noch gerade so machbar erschienen.

00:08:13: Und ja, die Leute, die zu dem Zeitpunkt schon mehr aktiv waren, waren auch super und haben einen unterstützt.

00:08:22: Dadurch konnte ich halt auch viele Leute kennenlernen – das ist auch gut wenn man stammtisch organisiert, da lernt man automatisch viele Leute kennen!

00:08:28: Das war der perfekte Einstieg, ja.

00:08:31: Wie hast du dich im Studienleben dann weiter eingefunden in das Ehrenamt?

00:08:39: Ja, dann habe ich noch verschiedene Sachen ausprobiert.

00:08:43: Ich habe einige Seminare mitgemacht für Schülerinnen die ins Ausland gehen möchten oder auch für Gastfamilien die Schülerinnen hier in Deutschland aufnehmen.

00:08:55: Auch wenn viele Ehrenamtliche damit anfangen und denen das sehr viel Spaß macht war es irgendwie nie so ganz meins, diese Seminararbeit.

00:09:03: Aber ich hatte dann sehr viel Spaß schnell daran neue Austauschschülerinnen auszuwählen.

00:09:08: also damals waren das noch vor allem Auswand weil wir viel mehr Bewerbungen hatten als Plätze.

00:09:12: heute haben ein bisschen anderes Konzept und sagen eher dass wir Schülerinnen kennenlernen wollen sind diese Kennenlerngespräche.

00:09:19: aber genau damals die Auswahl habe ich dann sehr viele mitgemacht.

00:09:24: Und das war super weil ich da mich auch wieder ausprobieren konnte und das Gefühl bekommen habe Ich kann auch nicht viel falsch machen.

00:09:33: Was natürlich nicht heißt, also wir haben natürlich Qualitätskonzepte werden geschult.

00:09:38: aber ja wo man da so reingeworfen wird hatte ich das Gefühl nicht falsch machen zu können.

00:09:42: und trotzdem hat sich aber dauernd Kontakt mit coolen Leuten bei WIFU mit anderen coolen Ehrenamtlichen und hatte das Gefühl weil was cooln mitzumachen und auch mit den Schülerinnen in Kontakt zu kommen die ins Ausland gehen.

00:09:57: Das hat mir richtig Spaß gemacht habe ich mit einem anderen ehrenamtlich zusammen diese Auswahl organisiert.

00:10:04: Das war auch gut, dass man das zu zweit gemacht hat.

00:10:06: Ich glaube früher hatten wir das alles allein gemacht und ist irgendwann dazu übergegangen, dass zwei Leute das machen um die Arbeit und Verantwortung zu teilen.

00:10:14: Und dann hab ich irgendwann diese Auswahlen auch geleitet.

00:10:18: Und das war auch wieder ... Das hätte ich mir früher nie zugetraut aber bei YFU konnte ich lernen dass ich das ausprobieren kann.

00:10:24: Und wenn ich dann irgendwas während der Auswahl nicht so gut erzähle, ist es auch kein Problem was eigentlich nie vorgekommen ist.

00:10:30: aber theoretisch hatte ich das Gefühl, es wäre kein Problem.

00:10:32: Das heißt, ich konnte mich so viel ausprobierend, dass ich mir mehr zugetraut habe und das war auch richtig gut.

00:10:39: Dann hab' ich viele Auswahlen geleitet in ganz Deutschland auch.

00:10:43: Also hast du dich immer weiter gesteigert?

00:10:45: Langsamer angetastet jetzt mit Stammtisch organisiert oder mehr Stamm tisch organisierten Du teilgenommen an einer Auswahl, dann hast du eine Auswahl geleitet und selbst organisiert.

00:10:55: Spannend!

00:10:57: War das die höchste Stufe im Ehrenamt?

00:11:01: Oder wie hast du irgendwann gesagt, Mensch ich organisiere es mit den Auswahlen so lässig mittlerweile, schüttel ich aus meinem Ärmel... Es muss weitergehen.

00:11:09: oder hast du dich da wirklich wohlgefühlt schon gesagt okay das ist genau das was ich machen möchte?

00:11:15: Ja eigentlich habe ich mich schon vollkommen wohl gefühlt.

00:11:18: Ich hab dann auch noch Newsletter geschrieben für die Ehrenamtlichen in Nordwestdeutschland.

00:11:26: Und ich hatte schon immer auch Interesse daran, also das war ja mehr so die praktische Arbeit, die ich gemacht hatte mit den Auswahlen und dem Newsletter.

00:11:34: Ich habe aber auch gerne schon immer die strategischen Sachen verfolgt.

00:11:37: Also es gibt ja auch unterschiedliche Gremien bei WIFU aus ehrenamtlichem die strategische Entscheidung und überlegen.

00:11:47: Und die Diskussion dazu habe ich auch schon immer verfolgt, weil ich auch gerne strategisch überlege oder auch gern einfach Leuten zuhöre wie sie über strategische Sachen reden und dann gerne mitdenke.

00:11:58: Dann war der Zeitpunkt das eine Ehrenamtliche aus dem Vereinsrat damals.

00:12:02: Das ist ein Gremium bei WIFU für Nordwestdeutschland aufgehört hat Wer aufhören wollte.

00:12:08: und ich dachte schon so, ja das ist eigentlich auch cool aber ach kann ich nicht gibt es bestimmt Leute die besser geeignet sind.

00:12:14: Und dann hat mich die Ehre damit gefragt ob ich mir das nicht vorstellen könnte?

00:12:20: Dann habe ich das gemacht und bin in den Vereinsrat gekommen wo wie gesagt strategische Sachen entschieden werden.

00:12:29: Da waren auch wieder viele coole leute mit wichtigen Entscheidungen, wo ich auch wieder das Gefühl hatte wirklich was bewegen zu können und mitmachen zu können.

00:12:38: Und mich da auch wieder ausprobieren zu können.

00:12:40: Hast du Beispiel dafür?

00:12:41: Was ein Vereinsrat so entscheidet oder diskutiert.

00:12:45: Ja zum Beispiel hatten wir ja eine zeitlang freiwillige Dienste im Programm also wo Leute nach der Schule für einen Jahr ins Ausland gehen Und dann war die Frage, ob man diese freiwilligen Dienste weitermacht oder aussetzt.

00:13:04: damit und bei der Diskussion hat der Vereinsrat auch ein wichtiges Mitspracherecht.

00:13:11: Also letztendlich entscheiden... Das ist hier zu überlegen, ob das der Vorstand entscheidet oder Geschäftsführung oder Vereinsrad.

00:13:18: aber es ist ja immer eine Diskussion und wird dann meistens im Konsens entschieden, aber der hat der vereinsrat viel mit geredet.

00:13:26: Ja

00:13:27: Und vom Ablauf, wie sah das aus?

00:13:28: Habt ihr euch einmal in der Woche, einmal im Monat oder im Quartal getroffen und zusammengeschalten.

00:13:34: Und hatte dann eine Agenda mit verschiedensten strategischen Entscheidungen.

00:13:37: Wie kann man sich das vorstellen?

00:13:40: Der Vereinsrat trifft sich... Oder hat sich damals zweimal im Jahr in Präsenz getroffen.

00:13:47: Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.

00:13:49: Also da treffen sich alle Räte, alle Gremien von WIFU zusammen.

00:13:57: Ja, dazwischen gibt es manchmal Telefonkonferenzen um schon vor Abthemen zu besprechen damit man nicht an den drei Tagen Wochenenden oder Anreise am Freitag und dann Samstag und Sonntag alles besprechen muss sondern auch vorher schon überlegen kann.

00:14:12: Genau, da gibt's vorher Telefon Konferencen Und dann die treffen zweimal im Jahr und wenn nötig gibt es auch zwischendurch noch Interaktionsmöglichkeit.

00:14:22: Ja genau.

00:14:24: Da kann man sagen du hast sozusagen Freude Politik oder eine politischen Arbeit gefunden in dem Zeitraum?

00:14:30: Ja, genau.

00:14:31: Also Freude an strategischem Entscheidungen aber Interesse an der Politik was ich ja heute auch ein bisschen mache kommunal.

00:14:41: Auch dadurch dass bei YFU die Ehrenamtliche mit denen man zu tun hat oder mit denen nicht zu tun hatte sehr oft schon auch sehr gesellschaftlich aktiv waren und immer auch Nicht nur über WIFU Themen sondern auch gesellschaftliche Sachen diskutiert haben.

00:14:57: Und auch ich habe mich dann immer weiterentwickelt dazu, dass mich die Gesellschaft immer mehr interessiert hat und nicht nur Auslandsjahr an sich.

00:15:05: Deswegen ja da hab' ich wahrscheinlich die ganze Zeit überwährendes Ehrenamt schon Interesse an der Politik entwickelt und natürlich ist die oder ich glaube die Quote an politisch interessierten Leuten ist bei YFU relativ hoch.

00:15:19: das heißt Ich hatte dann auch zwei Freundinnen wirklich aktiv waren in der Politik.

00:15:27: Und während ich mir das Feuer hätte nie vorstellen können, ist mein Interesse dann doch an der Politik gewachsen auch dadurch, dass glaube ich die politische Situation gefühlt immer angespannter wurde und ich dann das Gefühl hatte, ich kann auch dazu vielleicht was beitragen, dass ich das bisschen besser ertragen kann und die Gesellschaft ein bisschen besser wird.

00:15:44: In welchem Zeitraum befinden wir uns da?

00:15:47: In welchen Jahr vielleicht?

00:15:49: Da befinden uns ungefähr zwei tausend... So kurz vor Corona.

00:15:57: Genau, da hatte ich eine ... Ja, beide Freundinnen waren einer Partei aktiv und die eine meinte zu mir, Elise, du interessierst dich doch auch für Vielfalt?

00:16:08: Und kommen noch mal mit!

00:16:10: Es gibt so einen Arbeitstreffen.

00:16:12: Du musst nichts machen, kannst dazuhören, musst nicht Mitglied in der Partei sein aber ... Ich glaub, du hast interessante Perspektiven, komm mit.

00:16:18: Dann war ich bei diesem Arbeitsgruppen-Treffen ein paar Mal Und dann habe ich angefangen in Osnabrück auch mich für den Stadtrat zu interessieren, was da so gemacht wird.

00:16:28: Weil jetzt im Nachhinein kann ich überhaupt nicht verstehen warum wir in der Schulzeit ... Wir haben Politikunterricht gehabt und über die ganze Welt geredet aber mir war gar nicht bewusst das ist ja auch in Berlin-Lichtenberg wo ich gewohnt habe ein Stadtparlament quasi gibt wo Leute Sachen entscheiden und man da auch hätte hingehen können um Sachen mitzukriegen.

00:16:49: Für mich war Politik immer dass was krasse Leute da oben im Bundestag machen.

00:16:53: Und ich verstehe es ähnlich, die können freie Reden halten alles, was ich nicht kann und das war für mich einfach weit weg.

00:16:58: Da hab' ich verstanden, dass in dem Ort wo ich wohne, in Osnabrück auch politisch passiert um an Sachen verstehen kann oder vielleicht sogar ein bisschen mitreden kann.

00:17:07: Das hat kurz vor Corona angefangen dadurch, dass sich Kontakt zu den beiden Freundinnen hatte.

00:17:13: ja.

00:17:15: Du hast sie eben schon einmal angedeitet du bist heute auch aktiv?

00:17:19: Was genau machst du heute?

00:17:21: Genau, heute bin ich hier in Königswinter.

00:17:26: Im November letztes Jahr gab es die Wahl zum Stadtrat in Königswinter.

00:17:31: Das heißt da sitzen ungefähr fünfzig Leute drin aus verschiedenen Parteien und wurden im November letzt das Jahr gewählt.

00:17:39: Und zugedessen wurde ich auch mit reingewählt.

00:17:44: Ich sitze im Stadtrat, der trifft sich ungefähr einmal im Monat oder alle zwei Monate und da treffen wir Entscheidungen für die Stadt in allen möglichen Facetten.

00:17:56: Und dann gibt es auch noch Fachausschüsse, wo man sich auch berät genau und alle zwei Wochen Fraktionssitzung.

00:18:02: also ist nicht nur die Arbeit einmal im Monat im Stadtrat sondern zieht schon nach so einem Rattenschwanz mit sich der sehr viel Arbeit ist aber gleichzeitig auch hier wieder macht das auch sehr viel Spaß mit Leuten die auch was für die statt bewegen wollen zusammenzusitzen Und dann in der eigenen Partei natürlich meistens Leute zu haben, mit denen man auf einer Wellenlänge ist und ähnliche Einstellungen hat.

00:18:23: Aber auch im Austausch mit den anderen Leuten Sachen zu bewegen.

00:18:28: Das mache ich jetzt hauptsächlich die Arbeit im Stadtrat und in der Fraktion.

00:18:35: Ja und nebenbei noch andere Sachen, die dann anfallen wie auch mal hier ein Stammtisch mit organisieren oder hingehen sich mit Leuten in der Stadt austauschen Ja, mit diesen und jenen Leuten treffen.

00:18:50: Und sich auch ein bisschen politisch auf dem Laufenden zu halten.

00:18:53: Das schließt sich der Kreis ja wieder wenn du sagst, jetzt müssen wir wieder stammtisch organisiert werden.

00:18:59: Von der Pieke auf gelernt sozusagen.

00:19:01: Genau.

00:19:02: Spannend!

00:19:03: Wenn ich das so höre oder wenn dich nur höre wie dein Alltag oder einen Job heute aussieht was du machst, was du tust, wie du unterwegs bist... Das klingt für mich auch sehr nach einer proaktiven Arbeit, also auf Menschen zugehen.

00:19:18: Führt sich jetzt nicht mehr etwas an was so die Schüchterne Lise gerne gemacht hätte zur Zeit ihres Austausches?

00:19:27: Würdest du sagen das wurde schon damals angestoßen und so die Veränderung dahin?

00:19:33: oder würdest sie sagen India schlummert immer noch das Schüchtern der junge Mädchen und ist es immer noch heutzutage eine Überwindung?

00:19:41: Ich glaube, beides.

00:19:43: Also ich bin immer noch introvertiert und ein bisschen schüchtern aber... ...ich habe Freude dran gewonnen auf andere zuzugehen.

00:19:49: also tatsächlich hat das Auslandsjahr viel bewegt weil wie gesagt ich hatte das Gefühl ich kann mich ausprobieren, ich kann nicht viel falsch machen und wenn doch bin ich nach einem Jahr wieder weg.

00:20:00: Aber natürlich dadurch dass sich das Jahr geschafft haben hab ich gelernt was ich kann und ich habe auch gelernt dass ich da eigentlich ja nichts falsch machen konnte.

00:20:07: Und ich weiß noch, wie ich nach dem Auslandsjahr mit meiner Oma im Auto gefahren bin.

00:20:13: Ich habe hier irgendwas erzählt und sie meinte dann Elise du bist so anders!

00:20:17: Du erzählst Sachen man musste nicht mehr alles aus der Nase ziehen.

00:20:21: Er war sich schon erstaunt.

00:20:24: Dann kommt natürlich dazu dass ich auch durch das Studium, die Arbeit in der Forschung an der Universität, dann war ich da auf Konferenzen durch meine jetzige Arbeit also ich hab laufend im Leben Erfahrung gemacht dass es ja auch Spaß macht, Leute zuzugehen und mit Leuten zu reden.

00:20:40: Dass ich dadurch Sachen erreichen kann, andere Perspektive auch besser sehen kann... Ja!

00:20:48: Und was wollte ich noch sagen?

00:20:51: Ich glaube, ich habe's vergessen.

00:20:53: Aber genau, ich bin immer noch eine ruhige Person.

00:20:56: Wenn nicht viel unter Leuten war, brauche ich danach Ruhe für mich.

00:20:59: aber das ist ja gleichermaßen legitim.

00:21:05: Würdest du sagen, du hast mit dem Austausch so den Grundstein gelegt?

00:21:08: Das ist in diese Richtung für dich dann ging.

00:21:11: Oder würdest du sagst, kurz über lang oder lang wärst du trotzdem da gelandet wo du jetzt bist?

00:21:17: Nee ich habe auf jeden Fall den Grundstein gelegt.

00:21:19: Ach ich kann noch erzählen was mir eben noch eingefallen ist und danach nochmal dazu zurückkommen.

00:21:24: Genau ich war vor zwei Wochen mit einer Freundin die ich von YFU kenne, die mich besucht hat auch in einem Restaurant essen vegane Steak und das hat richtig lecker geschmeckt.

00:21:37: Und ich habe mich gefragt, woraus das besteht?

00:21:39: Dann kam der Kellner vorbei und dann hab' ich ihn einfach gefragt, ähm... Das ist mega lecker!

00:21:42: Woraus besteht das eigentlich?

00:21:43: Was ist es genau?

00:21:45: Und da hatte er das erzählt und dann war er weg.

00:21:47: und dann meinte die Freundin so, Elise du bist aber in den letzten zwei Jahren auch noch mal extravertieter geworden.

00:21:52: Früher hättest du das nie gemacht.

00:21:53: Du fragst einfach den Kellner, worauf das Steak besteht.

00:21:56: Also ich glaub', da hat auch die Kommunalpolitik uns hier Sachen machen zu müssen, auch noch mal was bewegt.

00:22:02: So kommt halt eins zum anderen.

00:22:06: Und natürlich wahrscheinlich auch dadurch dass man älter wird.

00:22:08: also es ist ja nie eine Ursache viele aber weil ich wüsste auf jeden Fall einen Teil davon Was war deine Frage von ihm?

00:22:17: Ob du

00:22:18: am Ende auch da gelandet wärst wo du heute bist?

00:22:22: Nee ich glaube auf keinen fall.

00:22:23: Also natürlich vielleicht wäre ich um einen anderen Weg gegangen und der wär nicht unbedingt schlechter gewesen, aber es wäre auf jeden Fall ein anderer gewesen.

00:22:31: Weil ich wäre glaube ich wirklich nicht so politisiert in Anführungsstrichen geworden dadurch dass mich die Gesellschaft sehr interessiert und da was bewegen zu wollen wie jetzt nach WIFU und auch das Gefühl haben das machen zu können Und ich würde mir nicht so viel zutrauen wie ich's jetzt tue.

00:22:56: Also ich hätte dann wahrscheinlich irgendwie meinen Studium gemacht und auch einen Job gefunden, aber wie jetzt zum Beispiel vor der Kommunalwahl mich vor dreißig Leute hinzustellen und zu sagen hier bin ich.

00:23:10: Ich weiß was ich kann.

00:23:10: Ich weiss, was sich bewegen möchte und ich möchte für den ersten Platz der Liste kandidieren weil dies und das, das hätte ich unabweiflich wahrscheinlich nicht gemacht.

00:23:22: Deswegen war das auf jeden Fall ein Grundstein dafür.

00:23:26: Und auch natürlich, was man im Ausland lernt ist diese unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen.

00:23:33: Also es klingt abgedroschen das sagt jeder dass Auslands ja ist wichtig weil man lernt unterschiedliche Perspektive wahrzunimmt.

00:23:38: aber es ist wirklich so.

00:23:39: man lernte das Leute Sachen anders machen können und dass es vielleicht einfach anders ist nicht besser oder schlechter.

00:23:47: Das hilft mir heutzutage noch, wenn auch im politischen Austausch, wenn Leute andere Meinungen haben erst mal zu gucken.

00:23:53: Vielleicht das ist ja nur anders nicht besser oder schlechter zu verstehen?

00:23:57: Warum jemand das denkt oder macht?

00:24:00: Das hilft auf jeden Fall.

00:24:02: und dann natürlich die Freundschaften, die man hat dass ich heute noch mit der einen Nachbarin von damals im Austausche bin oder die auch besucht habe als sie in England studiert hat.

00:24:12: Diese ganzen Sachen wären gar nicht möglich.

00:24:15: Würdest du sagen, die Politisierung liegt auch an der Wahl deines Gastlandes?

00:24:21: Also das ist auch mit Südafrika explizit was zu tun hat.

00:24:24: Dass du dich jetzt oder dann so stark für die Politik interessiert hast oder würdest du sein dass es eigentlich unabhängig vom Land passiert?

00:24:31: Ich glaube das ist unabhängig und ich würde sogar diese Hypothese aufstellen, dass es damals gut war, dass sich noch nicht so politisch gedacht habe weil Gerade in Südafrika, also das ist jetzt natürlich zwanzig Jahre her und jetzt kann ich nicht mehr viel über Südafrika sagen.

00:24:50: Aber damals brauchte man glaube ich eine gute Mischung oder es war gut dass sich das vielleicht hatte aus schon ein bisschen naiv und nicht zuviel nachdenken über manche Sachen aber gleichzeitig im Bewusstsein dafür gesellschaftlichen Schwierigkeiten und Unterschiede dort also zu wissen, dass es dort noch mal anders Rassismus gibt als in Deutschland.

00:25:15: Dass es passieren kann, dass sich in einer reichen Gastfamilie landet wo das Haus um Zeunt ist während nebenan Township ist, dass ich aber auch auf dem Land landen kann und damit leben muss, dass irgendwie drei Meter weiter Leute ganz anderen Umständen leben.

00:25:32: Also damit irgendwie zu leben und nicht das Land revolutionieren zu wollen, weil das kann uns auch mal als Austauschschüler in Indien auch nicht.

00:25:41: Ja genau also einerseits diese Naivität oder das hinzunehmen aber gleichzeitig auch bewusst sein dass es so ist.

00:25:48: Aber zu der Zeit war's gut dass ich dann halt mich so politisch gedacht habe und wie gesagt irgendwas hätte ändern wollen oder so Gleichzeitig.

00:26:00: Das hat natürlich zu meiner Politisierung beigetragen, aber ich glaube das wäre in jedem anderen Land auch so gewesen weil mich eher die Zeit danach im Ehrenamt zur Politik getrieben hat.

00:26:11: Natürlich was jetzt bei Südafrika der Fall ist, was vielleicht nicht in einem anderen Land der Fall gewesen wäre, ist dass sich im Nachhinein anders mein Jahr Reflektiviere nämlich zum Beispiel damals habe ich überhaupt nicht drüber nachgedacht dass es ja ein Privileg ist, was ich habe als deutsche Jugendliche nach Südafrika gehen zu können.

00:26:31: Während es andersherum für viele in Südafrika viel schwieriger ist, überhaupt noch Deutschland zu kommen oder als Jugendliche herzukommen – das hab' ich damals überhaupt nicht reflektiert.

00:26:44: Das tue ich natürlich heute schon und würde mich bei einem anderen lernen, wäre das nicht so notwendig wenn ich in Europa und Grün gehe vielleicht!

00:26:50: Hast du aktuell auch mit solchen internationalen Themen zu tun oder würdest du sagen, dass es in der Kommunalpolitik keine Relevanz hat oder beschäftigt dich nicht?

00:27:03: An sich hat es keine Relevanz in der kommunalen Politik.

00:27:07: Ich habe aber vor zwei Jahren für WIFU an einem Lobby Workshop teilgenommen und wurde von der Europäischen Kommission finanziert Und da habe ich Leute, also die mit jugendlichen Arbeiten kennengelernt, die aus Belgien, Kroatien und Deutschland gekommen sind.

00:27:30: Das war natürlich ein internationales Setting was ich ohne Wifi auch nicht erlebt hätte.

00:27:35: Da haben wir uns ausgetauscht und gelernt wie man Lobbyarbeit betreiben kann an Politikerinnen herantreten kann um Bedingungen für Jugendarbeit was im Allgemeinen bei mir dann natürlich Schüler austauscht zu verbessern.

00:27:47: Da habe ich auch wieder viel gelernt, weil ich dachte immer Lobbyarbeit ist das was die bösen Autohersteller machen um Politiker zu beeinflussen.

00:27:56: Aber da habe ich gelernt dass es natürlich für viele Anliegen auch legitimes und notwendig ist Interessen auch an Politikerinnen heranzutragen und zu vertreten.

00:28:07: Das waren ja für dich dann zwei Perspektiven einmal aus der Sicht Das Schüler-Austausch Lobbyisten.

00:28:14: Und einmal aus der Perspektive auch der Politikerin wahrscheinlich, oder?

00:28:17: Ja und tatsächlich hatten wir jetzt vor zwei drei Wochen nochmal ein Treffen wo Leute aus unterschiedlichen Jahrgang von diesem Workshop teilgenommen haben und während ich teilgenommen habe war ich ja nur so ein bisschen... hier kommunal aktiv, aber nicht im Stadtrat und habe mich wirklich darauf fokussiert zu gucken wie man an Leute im Land oder im Bund herantreten kann am Politikerin.

00:28:39: Und jetzt war ich auch ein bisschen die Person, die ja in der Politik aktiv ist und weiß wie es ist.

00:28:44: wenn Leute an mich herantreten würden und Wünsche äußern wurden so als Politikerinnen so ein bisschen.

00:28:50: das war auch ein interessanter Perspektive.

00:28:52: nochmal am Ende, Perspektivwechsel am Ende

00:28:55: Was würdest du sagen, was würdest du empfehlen?

00:28:57: Wie kann man an Kommunalpolitiker in den Gutrand treten.

00:29:01: Wo würdest Du sagen über diesen Weg?

00:29:04: oder das ist ein Weg da würdest DUS Thema irgendwie im Hinterkopf behalten wie macht man das am besten?

00:29:09: Also in der Stadt auf der kommunalen Ebene würde ich sagen einfach direkt ansprechen und Ich muss natürlich merken dass das Thema die Person persönlich betrifft oder warum es sie betriffte.

00:29:21: Also das Ganze müsste authentisch sein und ich müsste verstehen, warum das die Person betrifft.

00:29:25: Warum sie das so sieht?

00:29:27: Das Schwierigste ist natürlich immer, dass sagen alle aber so ist es auch sind meistens die Finanzen.

00:29:33: wenn es darum geht Geld dazu kriegen dann ist das immer schwierig in der jetzigen Haushaltssituation im Ort.

00:29:40: Aber was vielen nicht bewusstes ist, dass es ja nicht unbedingt immer mehr Finanzmittel braucht um ein Ziel zu erreichen, wenn man Ideen hat was für das eigene Anliegen getan werden kann, was über mehr Finanzen hinausgeht.

00:29:54: Dann hat es oft sogar gar nicht so schlechte Chancen und dann ja ist es wichtig natürlich kurz und knapp zu sein, sodass ich das Thema direkt verstehe mich nicht selbst so viel einlesen muss weil gerade Kommunalpolitiker innen wir machen das ja neben dem Vollzeitjob oder Job oder vielleicht noch Kehrarbeit oder so man hat nicht viel Zeit und selbst wenn man möchte kann man sich nicht in allen noch zehn Stunden hinein lesen.

00:30:18: aber Wir geben natürlich unser Bestes.

00:30:21: Das ist sehr gut zu hören.

00:30:23: und das Thema Jugendaufstausch, ist dir das in der Rolle schon mal begegnet oder hast du es schon mal selbst platziert?

00:30:30: Ja wir haben Städte, Partnerschaften aber ja aus unterschiedlichen Gründen sind die ein bisschen eingeschlafen und es ist gerade nicht so mein Fokus hier im Ort.

00:30:39: In der idealem Welt würde ich das natürlich auch machen, aber es geht nicht immer alles auf einmal.

00:30:43: deswegen ist das jetzt hier grade nicht so Thema im Ort.

00:30:46: Wir haben

00:30:47: ja vorhin schon einmal über die schrittweise Entwicklung gesprochen.

00:30:51: Erst von den Stammtischen, dann zu den Ausmalen und jetzt ist es vielleicht etwas was dann auf einen anderen Stufe nochmal kommt später wenn mehr Zeit und mehr Ressourcen dafür da sind.

00:31:02: Ja wie spannend!

00:31:03: Ich habe noch eine Frage gestellt mir jetzt Die Kommunalpolitik auch nicht immer ganz friedlich vor.

00:31:08: Also ich kann mir schon vorstellen, dass da auch mal die Stimme erhoben wird und damit sehr viel Elan im Team reingegangen wird.

00:31:14: Wie ist es für dich?

00:31:15: Ist da die Schüchter eine Person doch noch stärker in dir?

00:31:18: oder würdest du sagen auch das ist etwas mit dem nur heutzutage sehr gut umgehen kannst?

00:31:25: Damit kann ich gut um gehen was hilft.

00:31:28: also ich bin nicht nur Schüchtern sondern auch würde mich als ruhige Personen bezeichnen die erstmal zuhört und das ist auf jeden Fall hilfreich.

00:31:39: Und also wir sind ja in der Koalition zwei Parteien und natürlich ist es anstrengend.

00:31:46: Es gibt auch ein, zwei Themen wo wir sehr unterschiedliche Positionen haben.

00:31:51: aber auch da habe ich gelernt im Austausch und danach dass es sich lohnt zuzuhören dann doch zu überlegen wie jeder den eigenen Interessen nachkommen kann oder Ja, das was man den Wählerin vielleicht versprochen hat.

00:32:09: Einzuhalten.

00:32:12: Aber genau auch wenn ich schüchtern bin, schaffe es dann schon meine Meinung zu sagen und meine Sachen einzubringen.

00:32:19: aber ich glaube Was hilft ist halt dass sich nicht immer laut etwas sagen muss und manchmal vielleicht weniger sage.

00:32:25: aber Wenn ich etwas zu sagen habe dann schaffe ich es schon das zu sagen wie das funktionieren kann, haben wir ja auch schon... Also ich hätte auch nie gedacht wieder mal was, was ich nie gedacht hätte ist dass sich dann in den letzten Jahres haben wir natürlich Koalitionsverhandlungen geführt und da war ich auch dabei.

00:32:40: Und das war auch ein super Erlebnis.

00:32:42: und also ohne zu hochzugreifen aber vielleicht ohne YFU Ehrenamt und die ganzen Erfahrungen hätte ich wahrscheinlich auch keine Koalizons Verhandlung mitgeführt weil es mir nicht zugetraut hätte.

00:32:53: Aber letztendlich habe ich's gemacht und auch da hilft schon eine besondere Art.

00:33:01: Das glaube ich dir so vor, das ist natürlich total toll zu hören.

00:33:03: Ich würde sagen mit ihr haben wir hier wirklich eine Person zu Gast die ganz viele tolle Eindrücke mitgenommen hat und ganz viel gewachsen ist aus dem Austausch heraus Und dass eben bis heute tut, was der selbst gesagt jetzt zwanzig Jahre später immer noch Momente merkt, in denen ihr bewusst wird.

00:33:21: Das hat die Wurzeln in der Auslandserfahrung total toll.

00:33:25: Gibt es etwas was dir jemand empfehlen würdest?

00:33:28: Der oder die jetzt gerade vor einem möglichen Austausch stehe das vielleicht noch nicht in Sack und Tüten sondern schwebt vielleicht noch als Gedanke mehr im Kopf herum?

00:33:36: Ja ich glaube heutzutage würde ich immer empfehle nicht auf einen Land fokussiert zu sein weil Es gibt so viele coole Länder und man lernt auch eh die Sprache, egal wo man hingeht.

00:33:50: Und deswegen ist es eigentlich cooler im Gegensatz zu mir offen zu sein für viele Länder.

00:33:55: Natürlich im Gegendsatz zur Südafrika ist das auch cool.

00:33:58: wenn man in ein Land in Europa geht kann man zum Beispiel die Gastfamilie viel besser einfach wieder besuchen und man hat eine ganz andere Nähe dazu.

00:34:06: Das würde ich empfehlen.

00:34:08: Und dann würde ich heutzutage es glaube ich auch einfacher schon vorher mit anderen Personen Kontakt zu kommen die im Austausch waren mit den unterschiedlichen Organisationen oder in den unterschiedlicheren Ländern und mit denen zu reden, wie das so war.

00:34:20: Was schön war, was Herausforderungen waren.

00:34:23: Und dann kann man für sich vielleicht noch einfach herausfinden ob das für einen selbst auch etwas ist.

00:34:29: Ja, das würde ich empfehlen.

00:34:30: Und natürlich hatte ich auch ein Teilstipendium weil meine Mutter sich das nicht hätte leisten können.

00:34:38: Wenn man auch denkt, man kann es sich nicht leisten... auch zu wissen, dass es nicht unbedingt auf die schulischen Leistungen ankommt bei Stipendien.

00:34:45: Sondern das man da auf jeden Fall versuchen sollte Wegzufinden wenn man das unbedingt machen möchte und dann bei WIFU ja auch an der richtigen Stelle.

00:34:53: die unterstützen einen dabei stipendium zu finden Das würde ich auch noch auf den weg geben.

00:34:58: Ja.

00:35:00: Und um das ganze jetzt oder die folge ein wenig musikalisch abzuschließen Du weißt ja ich habe noch eine letzte frage an dich Gibt es ein Lied, gibt es einen Song der dich heute noch an dein Austauscher erinnert oder an deinen Ehrenamtsleichter erinnerte?

00:35:15: Das ist auf jeden Fall die südafrikanischen Nationalhymne.

00:35:19: Einfachweise mich mit Südafrika verbindet aber sie ist auch darüber hinaus faszinierend weil die Hymne aus unterschiedlichen Sprachen besteht.

00:35:31: also Südafrika hat ja auch elf Amtssprachen.

00:35:34: eine davon ist Englisch also offizielle Sprachen sind das Und noch viele andere und ein paar davon sind Teil der Nationalhymne.

00:35:43: Das zeigt ja auch die Diversität des Landes, und Diversitätsvielfalt in sich.

00:35:47: dafür einzusetzen ist wahrscheinlich auch wegen Südafrika eins meiner Herzensthemen.

00:35:52: Dazu passt die Nationalhymnö von Südafrika auch sehr gut.

00:35:57: Danke schön!

00:35:57: Ich nehme die National-Hymne richtig gerne mit kommt in unsere Podcast-Playlist und ich freue mich total, dass auch die Playlist immer bunter und vielfältiger wird.

00:36:07: Also danke für das Bikesteuern!

00:36:10: Und ja... Danke fürs Gespräch!

00:36:13: Ich habe das Gefühl, ich hätte noch viel mehr Fragen stellen können.

00:36:17: So spannend was du heute machst und was du erlebt hast und wie sich das noch heute bemerkbar macht.

00:36:21: bei dir also vielen lieben Dank für die Unterhaltung und vielleicht bis bald!

00:36:27: Dankeschön, bis bald.

00:36:31: Das war der WIFU in der Welt zu Hause Podcast.

00:36:34: Wir hoffen,

00:36:36: dass auch in dieser Episode

00:36:37: etwas

00:36:37: Neues für dich dabei war und freuen uns wenn du beim nächsten Mal wieder einschaltest!

00:36:43: Und bis dahin bleibt gespannt wir sind es auch.

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