#29 Georg & sein Engagement im Kuratorium von YFU
Shownotes
Georg ist Mitglied des Kuratoriums von YFU, hat drei Kinder und lange als Strategieberater gearbeitet. Heute lebt er in Westkanada und engagiert sich neben seiner Arbeit für YFU auch vor Ort ehrenamtlich. Schon während seines Studiums und seiner Promotion in Physik verbrachte er immer wieder Zeit im Ausland. Vor gut zehn Jahren begegnete er im Rahmen eines Strategieprojekts zum ersten Mal YFU und blieb dem Verein seitdem verbunden.
Durch seine Pro-Bono-Arbeit für soziale Themen lernte Georg immer wieder engagierte und inspirierende Menschen kennen. Besonders die Menschen bei YFU beeindruckten ihn mit ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft. Wie Georg sagt, hätte sich mancher kommerzielle Kunde von ihnen eine riesige Scheibe abschneiden können.
Was Georg am Schüleraustausch besonders bereichernd findet, warum ihn das Engagement bei YFU bis heute begeistert und an welcher Policy für YFU er aktuell arbeitet, erfahrt ihr in dieser Folge. Und natürlich geht es auch um die Frage, für welchen deutschen Fußballverein Georg trotz seines Lebensmittelpunkts in Kanada bis heute Dauerkarten hat.
Unser Ziel mit diesem Podcast ist es, euch in die Welt von YFU mitzunehmen!
Bei Fragen, Wünschen oder Anmerkungen könnt ihr uns gerne eine Nachricht an podcast@yfu-deutschland.de schicken.
Link zur YFU Podcast-Playlist: https://open.spotify.com/playlist/6NBtDHUSeJWYBzdORt7TdC?si=07723572792d425b
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo
00:00:05: und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des WIFU in der Welt zu Hause Podcast.
00:00:10: Mein Name ist Hannah, ich bin heute hier unter viele verschiedene Fragen stellen und die stelle ich heute Georg.
00:00:16: Hallo, magst du dich kurz den Zuhörerinnen vorstellen?
00:00:20: Das mache ich sehr gerne!
00:00:21: Vielen Dank, Hannah.
00:00:23: Mein name ist Georg Janssen.
00:00:32: Ich habe ein bisschen zum Hintergrund nach dem Physikstudium.
00:00:34: Da habe ich für die Zeit schon seit etwa zwei Jahren als Strategieberater gearbeitet und am Ende in der Beratung geleitet mit knapp zweihundert Mitarbeitern.
00:00:43: Irgendwann wollte ich dann aber doch noch mal was anderes machen, so alt fühle ich mich dann doch nicht.
00:00:47: Ich lebe seit des Jahrzehnts zwanzig.
00:00:50: Meine Frau in West-Kanada, zwischen erzischolzer permanent Resident in Kanada.
00:00:55: Arbeit viel ehrenamtlich auf meiner Insel hier, aber auch weiterhin für WIFU und betreibe ein kleines Unternehmen hier auf der Insel das ich mit Pflanzen Kohle beschäftige.
00:01:04: Ich könnte ja auch stundenlang darüber reden, aber heute haben wir wahrscheinlich einen leicht anderen Fokus denke ich.
00:01:08: Dann
00:01:08: folgt jetzt eine erst mal sehr offene Frage.
00:01:11: Ich bin ganz gespannt wo du da abbiegst und zwar wie sah der Weg zum heutigen Tag denn aus?
00:01:15: Und welche Stationen deines Weges haben dich ganz besonders geprägt?
00:01:19: Ja das war vielleicht am Anfang so bisschen merkwürdig.
00:01:21: also ich wollte eigentlich immer Physik studieren, weil er immer begeistert für das Thema theoretische Physik als experimentelle.
00:01:29: Das habe ich dann auch gemacht nach Abitur und Bundeswehr.
00:01:32: Und haben mir immer großen Spaß gemacht, also Diplomarbeit und Promotion.
00:01:37: Ich bin da während der Zeit auch ganz gut international schon rumgekommen.
00:01:41: Was ich sehr genossen hab, kommen wir vielleicht gleich nochmal darauf.
00:01:44: Ich habe keinen WIFU-Gastaufhalt auf dem Halt gemacht.
00:01:47: Dann hat das eher während des Studiums zu uns hoch viel international unterwegs gewesen.
00:01:51: Damals gab es die Frage dann Postdoc in der Wissenschaft bleiben oder in die Wirtschaft gehen?
00:01:58: Sehr interessant gefunden, mein Sohn war damals schon geboren und dann als jemand im Institut Jülich Praktikum in der Beratung gemacht hat.
00:02:06: ... bin ich dann auch einfach mal... ... hab's einfach mal versucht, bin da ins kalte Wasser gesprungen.
00:02:10: Es war auch ehrlicherweise gar nicht so, oh!
00:02:12: Ich wollte unbedingt das, sondern es war auch ein bisschen eine andere Zeit.
00:02:15: Da gab´s einen großen Spiegeltitel zum Beispiel, ... ... in den Jahr fourneunzig Doktorarbeitslos.
00:02:19: also es waren dann durchaus auch nicht so ganz einfache Zeiten.
00:02:22: Dann haben wir zwei-, dreimal ne blutige Nase bei Beratung mit der Bewerbung geholt und habe dann aber ein Angebot von einer sehr coolen kleineren Beratungen bekommen wo ich die nächsten ... ... zwanzig Jahre mehr oder weniger gearbeitet habe Und so sehr ich in der Physik war, so wenig habe ich den Wechsel dann bereut.
00:02:38: Es war dann immer noch analytische Nüsseknacken anders als in der physik aber eben mit Herausforderungen die die Unternehmen haben und also das war es eine.
00:02:48: die Arbeit an sich hat mir Spaß gemacht.
00:02:49: was mehr war eigentlich dann über die Jahre sehr viel Freude gemacht hat war ein Unternehmen mit zugeschaltet.
00:02:54: unser Unternehmen war klein genug dass ich da sehr aktiv mitwirken konnte und das war immer ein ganz wichtiger Aspekt für mich in der Berufstätigkeit.
00:03:02: Ganz zum Schluss wollte ich da nochmal was anderes machen, aber das hatte ich ja gerade schon mal erwähnt.
00:03:06: Wo
00:03:07: befinden wir uns?
00:03:07: Da sind wir dann noch in Deutschland weil du eben die internationalen Erfahrungen erwähnte hast.
00:03:12: Ja, da sind wir doch in Deutschland.
00:03:13: Während Studium und Promotion war ich relativ viel international unterwegs.
00:03:16: Ich habe ihn jülich im Kernforschungszentrum zum Beispiel promoviert.
00:03:20: Meine Professoren waren immer sehr gut internationale Konferenzen und endlich es an Land zu ziehen hatten dann aber nicht immer Lust dazu.
00:03:27: Und die Doktoranden durften das in Vertretung wahrnehmen was für uns natürlich genial war.
00:03:33: also ich war in Russland damals.
00:03:36: Da ging noch ein Korea drei Wochen in Vancouver, wo so ein bisschen der West-Canada-Virus sich entwickelt hat.
00:03:43: Der uns letztlich dann hierhin geführt hat vor ein paar Jahren.
00:03:46: Ich war aber auch dann drei Monate in den USA von Long Island und habe da gearbeitet an der Uni.
00:03:52: Meine Frau war mit, mein Sohn war damals acht Monate alt.
00:03:55: Das war genial!
00:03:56: Also das war dann internationale Erfahrung at its best Und wir sind dann immer wieder viele in den US gewesen.
00:04:04: Auch das waren noch ein bisschen andere Zeit als heute.
00:04:06: werden wir zu denen dies eher versuchen, zumindest zu vermeiden.
00:04:09: Ja also meine Kinder sind dann alle in England aber zwei in den USA auch zum College gegangen.
00:04:15: Also diese initiale internationale Erfahrung die ein bisschen anders war eben als kein WIFU Gaststudent Aber doch einige Zeit im Ausland verbracht war sehr wichtig und sehr prägen.
00:04:27: und am Ende ich dachte der Rest Kanada Virus wurde schon sehr früh bei mir aktiv dazu geführt dass wir vor ein paar Jahren ganz international gegangen sind und hier rübergezogen
00:04:37: sind.
00:04:37: Spannend!
00:04:37: Und wie ist in der Zeit dann die Verbindung zu WFU entstanden?
00:04:41: Die Verbindung zum WFUs ungefähr, die ist bestimmt jetzt schon eine gute zehn Jahre.
00:04:44: Ich hatte als späteren Phase meiner Berufstätigkeit, also ich die Firma auch mit meinen Kollegen zusammen geleitet habe, da haben wir uns einmal sehr wichtig, dass wir neben der eigentlichen kommerziellen Arbeit als Berater auch Wohnungsarbeiten im Wesentlichen für Social Ventures, für Sozialunternehmen und einer unserer wichtigen Freundschaftlich verbundener Klienter Michael Alberg-Seberich, der auch im Koratorium von WIFU war.
00:05:11: Für den hatten wir einige Projekte gemacht und er hat dann am Anfang gesagt, Mensch, WIFEU hat auch gerade ein Thema ab und das müsste so in dem Jahr zweizehnt zwanzig fünfzehn sechzehn ungefähr gewesen sein.
00:05:18: Und wir haben dann ein größeres Projekt mit Knut Möller damals gemacht.
00:05:21: Mareike war auch schon dabei und das ganze Team in Hamburg, wo also ein Strategiethema, wo es darum ging... Studentenzahlen sind rückläufig.
00:05:29: Bei den Austauschstudenten hatte viel mit G-II zu tun, aber auch ein paar andere Entwicklungen.
00:05:35: und dann bei WIFU USA hatten sie damals ein paar Probleme.
00:05:38: Und so wissen die philosophische Frage sollte Wifu als Verein mit einem hohen Bildungsanspruch auch mit anderen Organisationen zusammenarbeiten?
00:05:47: Die Frage muss man nicht vielleicht... in den USA gerade um dieses Putter- und Brotgeschäft zu sichern, da so ein bisschen über den Tellerrand nur mit WIFU hinaus schauen.
00:05:55: Um dann eben die wichtigen anderen Sachen andere Austauschprogramme, die eben nur Wifu anbietet auch weiter ausbauen oder absichern zu können.
00:06:04: Das war ein sehr spannendes Projekt intensive Beziehungen, enge und freundschaftliche Beziehung zum Team daraus.
00:06:11: Und wir haben dann über die Jahre sich noch in der Beratung gearbeitet hat immer wieder Projekte für WIFU gemacht auch manchmal zu etwas schwierigeren Themen nach Covid- und Kostenteam um sich anzupassen um das Überleben zu sichern aber immer auf einer sehr positiven konstruktiven respektvollen Weise.
00:06:27: seitdem ich hier jetzt in Kanada bin Mit dem Kuratorium natürlich, aber vor allem international mit Gregory und unserem internationalen Team seit gutem Jahr daran arbeiten wir dran.
00:06:40: Sustainability Policy für WIFU zu entwickeln wo ein wichtiger Teil auch eine Social Responsibility Policy
00:06:46: ist.
00:06:47: Kannst du die Arbeit vom Kuratorium erklären so aus der Innenperspektive?
00:06:50: Wie läuft das ab?
00:06:51: wie kann man sich das vorstellen?
00:06:53: Ich würde sagen des Kuratoriums einfach.
00:06:55: Eine Gruppe von Leuten, die eben nicht im WIFU-Tagesgeschäft sind.
00:06:59: Die alle eine enge Beziehung zu WIFUs haben.
00:07:02: Die allen langjährig mit WIFUS verbunden und einen Blick draufhaben aus ganz verschiedenen Blickrichtungen, aus einer politischen Blickrichtung wie ich als Berater für WIFus gearbeitet aus dem Bildungsbereich.
00:07:15: Und eine extrem inspirierende Veranstaltung immer genau deswegen weil die Leute alle sehr verschieden sind eben nicht so unmittelbar dann freitagsabend noch das Tagesgeschäft und immer noch über dieselben Themen nachdenken, sondern einfach eine komplett neue Brille reinbrillen verbringen.
00:07:33: Und ich glaube, dass ist nach meinem Verständnis auch der Wert und die Idee hinter dem Kuratorium, dass diese Leute, die YFU verstehen, die WIFU eng verbunden sind, aber ein bisschen weiter weg sind und ein bisschen andere Perspektive haben als das was jeden Tag im Management des Vereins passiert Und das dann einbringen und aufgegriffen werden kann vom Vorstand und von der Geschäftsführung, um bestimmte Dinge in bestimmte Richtungen zu entwickeln.
00:08:01: Also ich bin mir da eine wesentliche Inspiration, eine Quelle von Input und Food for Thought, wie man vielleicht heute sagen würde.
00:08:08: Das ist aus meiner Sicht die vornehmliche Rolle des Kuratoriums.
00:08:13: Ja sehr spannend auch da mal den Einblick zu bekommen!
00:08:15: Ich würde nochmal auf deiner Aussandsaufenthalter eingehen... Einiges.
00:08:21: Es ist vielleicht deswegen schwer zu sagen, aber gab es so eine bestimmte Erfahrung oder einen Moment mit einer Begegnung mit anderen Kulturen?
00:08:29: Wie sagen wir das?
00:08:29: Das hat wirklich so dein Blick auf die Welt nachhaltig verändert?
00:08:33: Ich...das ist jetzt nicht ein anderer Art von Kultur-Austausch und internationalem Austausch.
00:08:37: also vorninzenundneunzig als ich in dem Alter war.
00:08:41: Wir hatten Verwandte in der DDR.
00:08:44: Das war muss ich sagen immer Interessant, sagen wir mal der Perspektivenwechsel.
00:08:49: Wenn man jetzt fragt was mich geprägt hat international, dann gehört das vielleicht dazu?
00:08:54: Es war auch ein bisschen alles nicht so wie heute und man steigt ins Flugzeug und verbringt mir gerade Zeit in den USA.
00:08:59: ganz großes Abenteuer für mich mit meinen Eltern nach England zu fahren, offen zu bekannten im Prinzip aber auch die Sprache.
00:09:07: All of White war damals und meine Eltern waren noch nie größer international unterwegs gewesen.
00:09:12: also große Spannung im Zug nach England.
00:09:14: sondern in das falsche Taxi gestiegen und wurden total abgezogen von so einem illegalen Taxi, also solche Sachen auch.
00:09:21: Ich würde sagen, dieses ganze USA-Thema hat mich immer sehr beeindruckt und waren immer große USA-Fans.
00:09:27: Ich finde das heute meine ganze Familie aber ich auch sehr traurig wie sich das alles entwickelt hat und wie man sich dem Land gegenüber anders verhalten muss schon fast inzwischen Vielleicht ein, woran ich mich erinnere.
00:09:42: China gab es in den Längeren Firmen aufenthalt mit der Firma damals.
00:09:47: Das war sehr ... Wenn ich die Frage noch mal hier rinnern habe, das war sehr augenöffnend und prägend weil da kann man helfen eigentlich heute dann auch viele Sachen einzuordnen, die sich rund um mit China zu tun haben wie viel stolz auf eine jahrhundertealte Kultur, man da getroffen hat und wie viel Selbstbewusstsein.
00:10:07: Also da war so gar nichts mit Werkbank des Westens oder so und wir produzieren Spielzeuge belegt sondern dann da waren extreme ja ein extremer Stolz und extrem selbstbewusst sein zu spüren was glaube ich manchen heutzutage auch Politiker gut tun würde immer noch.
00:10:21: das war wie gesagt schon vor fünfzehn Jahren ungefähr dass besser besser zu verstehen und vielleicht eine andere andere Weise die mir noch entfällt auch wieder.
00:10:30: Leider aus dem aktuellen Zusammenhang guckt man da wieder ganz anders auf eine Israel-Reise von ein paar Jahren, die mich sehr geprägt hat.
00:10:37: Das war wahrscheinlich mit der Reise über die Jahre, die wir gemacht haben, die ich am meisten bis heute beschäftigt und am meisten Denkprozesse ausgelöst habe.
00:10:49: Heute liebst du in Kanada?
00:10:51: Bist aber auch regelmäßig noch in Deutschland aufgewachsen.
00:10:56: Wie würdest du sagen, unterscheiden sich die beiden Lebenswelten für dich?
00:10:58: Wo hast Du Dich dazwischen eingefunden?
00:11:00: oder wechselt das auch mit Dein Pendeln?
00:11:03: Da wo wir hier leben.
00:11:04: Wir leben auf einer kleinen Insel im Westen von Kanada jetzt nicht super klein also schon so zehntausend Einwohner also eine sehr aktive kleine Community.
00:11:13: aber es ist vielleicht nicht Kanada wie so wie New York und nicht Amerika ist.
00:11:17: Der Unterschied ist natürlich schon... Also auch geprägt durch mein Leben vorher durch die Art, wie ich gearbeitet habe.
00:11:22: da war halt sehr Effizienzgetrieben getaktet und man musste zum nächsten Termin das Projekt Buste fertig werden.
00:11:30: Es ist hier schon anders, es ist langsamer, der Weg ist das Ziel ohne dass man jetzt, also man hängt nicht nur so um und macht nichts aber es ist alles ein bisschen weniger hektisch und weniger effizient getrieben, sage ich mal Produktivitätsgetrieben in das persönliche Leben auch irgendwie.
00:11:50: Das Lebensumfeld hier ist extrem inspirierend und das muss ich sagen, es ist eine sehr aktive Community.
00:11:56: Es gibt ja sehr viele Leute die eine sehr interessante Karriere haben oder gehabt haben.
00:12:03: Sie arbeiten sehr viel ehrenamtlich auch auf der Insel unter anderem weil sie eben sehr inspiriernd ist und man sehr viele interessante Leute kennenlernt.
00:12:10: Ich finde das ein bisschen mich dann von meiner Insel... auf eine andere Ebene bewege.
00:12:15: Das kann ja da natürlich auch sonst interessant, also ich finde es vor dem Hintergrund der Diskussion die in Deutschland geführt werden über Migration zum Beispiel sehr interessant.
00:12:23: Also wir haben in Deutschland dann irgendwo mehr als fünf Leute leben, die aus einem bestimmten Migrationsland kommen und ist ja gleich parallel Kultur und so was.
00:12:33: Hier ist das überhaupt kein Thema, also auch wenn es gibt gerade in der Nähe hier in Vancouver und den Surrey und Richmond und so sehr große Communities von Chinesische Stemminge Kanadien, von Indie-Stemmingen Kanadiern und Pakistan die Urschwinger aus Pakistan kommen.
00:12:50: Wo keiner irgendwie... oder die machen da ihre Dinge und so näher.
00:12:53: Die pflegen ihre Kultur aber gleichzeitig kriegen die Kanarias eben sehr gut hin dass sie Leute sich als Kanadia auch aufgenommen fühlen und willkommen fühlen.
00:13:01: das ist immer was wo ich in dem in der Reflexion, so wie funktioniert das in Deutschland eben sehr dass wir da in Deutschland es hilft halt nichts nur zu sagen.
00:13:09: Wir sind Migrationsland und wir sind zwar eigentlich gar nicht mal weil das dann doch immer noch viel stärker über die Herkunft definiert wird wer jemand ist und wie Deutsch jemand aufgenommen wird.
00:13:19: Das finde ich sehr interessant.
00:13:20: Gleichzeitig muss man auch sagen ist jetzt auch nicht alles Gold was glänzt hier in Kanada sondern auch interessant wenn man ein bisschen länger hier lebt.
00:13:25: dann ein bisschen hinter den Vorrang zu schauen ist immer noch ein Land war sehr stark von natürliche Ressourcen lebt von Holz, von Öl senden in Alberta.
00:13:33: Was immer noch Konflikte mit den First Nations hat auch wenn da sehr viel mehr gemacht wird als zum Beispiel den USA aus meiner Wahrnehmung aber nach wie vor ein Thema.
00:13:42: also in Summe nicht alles Gold was glänzt aber eben sehr viele interessante Eindrücke und sehr viel zu verarbeiten und dranzuarbeiten.
00:13:50: wenn man sich und sehr viele Möglichkeiten sich zu engagieren und sich einen fortgeschritten Alter seinen Horizont zu erweitern.
00:13:55: Was reizt dich denn daran, Organisationen mit gesellschaftlichen Missionen zu begleiten?
00:13:59: Das ist eine interessante Frage.
00:14:01: Ich glaube schon ein paar Mal das Wort Inspiration verwendet sowohl was was das Leben hier angeht als auch was das Kuratorium angeht und das fällt mir dann als erstes auch dafür ein.
00:14:09: also Austausaufenthalt.
00:14:10: was mich immer fasziniert hat ist die jetzt wenn in einem Land da, man steigt aus dem Flugzeug und es riecht anders sieht anders aus die Schilder sind anders die Autos fahren anders und die Menschen sprechen anders.
00:14:19: und das alleine ist ja schon eine gewisse Inspiration.
00:14:21: und so bisschen war das Pro Bono Arbeit für Sozialen Unternehmen auch.
00:14:24: Es ist eine ganz andere Art von Arbeit, ich habe in diesem Projekt nur beeindruckende und inspirierende Menschen getroffen, die mit viel Herzblut für das Thema gearbeitet haben bei FU Team als Beispiel aber eben auch andere.
00:14:40: Da kann man ja sagen okay sonst würden sie es nicht machen, ist ja klar!
00:14:43: die auch extrem engagiert professionell Energie geladen an den Themen gearbeitet haben.
00:14:50: Und ich habe immer gesagt, viele von meinen kommerziellen Klienten, die so alle in ihren Anzügen rumlaufen und so denken sie, Sie haben Unternehmensführungen erfunden.
00:14:57: Hätten sich von neuen Pro Bono-Klienten, von den Sozialunternehmern und von Leuten wie dem WIFU Team eine Riesenschalbe abschneiden können?
00:15:04: Das war für mich Inspiration!
00:15:06: Ich hab da viel gelernt von diesen Teams, von diesen Leuten, von dieser Arbeit.
00:15:11: Es ist einfach auch deutlich Unmittelbarer, also wenn man in einem großen Konzern arbeitet.
00:15:16: Ja klar, man kann dann lange bewegte ganz großen Räder aber gleichzeitig alles viel langsamer.
00:15:21: Aber es war einfach immer alles was man... an Ratschlägen in diesen Projekten entwickelt hat, hatte eine viel unmittelbare Wirkung.
00:15:28: Und das ist natürlich schön, das zu erleben wenn die Dinge dann sehr unmittelbar umgesetzt werden.
00:15:33: und ja last but not least ist es natürlich auch schöner im gewissen Sinne, wenn man für ein Unternehmen arbeitet, dass ein Purpose hat, das für irgendwas an irgendetwas arbeitet, was die Welt verbessert oder nicht nur daran die nächsten Verteilzahlen besser machen.
00:15:45: Das war natürlich auch der Effekt.
00:15:47: also unsere Brater haben die Arbeit immer geliebt eben ich denke hauptsächlich wegen dieser unmittelbaren.
00:15:53: Man bewirkt irgendwas und es war immer sehr, sehr ein Varienproblem, irgendwelche Teams da zusammenzustellen.
00:16:00: Und das waren eigentlich immer gute Erfahrungen für hoffentlich alle Beteiligten.
00:16:04: aber so auf jeden Fall von unserer Seite, weil das immer positive und sehr... Jetzt komme ich wieder zum Schluss zu dem selben Wort inspirierende Erfahrung.
00:16:13: WIFU möchte natürlich mehr als ein isoliertes Auslandsjahr oder Auslandshalbjahr ermöglichen.
00:16:19: So freuen wir ja auch schon das Thema Social Responsibility, lernen für das Leben.
00:16:23: Wo siehst du denn – ich nenne es wirklich so mal – das Gute bei WIFE?
00:16:27: Oder das Potenzial?
00:16:29: Also ich komme ja aus einer bisschen anderen Generationen als der typische heutige WIFUE-Austauschstudent.
00:16:35: Bisherlich in meiner Jugend oder unsere Generation noch stärker geprägt gewesen vom Krieg ums zu sagen, vom Holocaust von der Verarbeitung des deutschen Geschichten.
00:16:48: Weil es einfach noch viel in der Jahr dran war.
00:16:50: In den achtziger Jahren fing das dann ja gerade an nach der achtensechzigen Bewegung dass dann auch Deutschland sich intensiver damit auseinandergesetzt hat und die Weizzeckerede war ja doch ein Riesendinges zum ersten mal eine andere Sicht auf eben deutsche Schuld zur Tage kamen.
00:17:08: Und jetzt leider bewegen wir uns in dem Kreislaufherber in Richtung wo es nötiger wird daran zu erinnern und zu verhindern, dass Dinge wieder zurückkommen.
00:17:17: Das ist auf meiner Sicht natürlich das wo WIFU einen extremen Beitrag leistet, gegründet nach dem Krieg um, sagen wir mal... deutsche Jugend in die Welt rauszubringen, um einfach diese Horizont-Erweiterung herbeizuführen.
00:17:29: Und der Auftrag und das mit einem Bildungsauftrag eingebundenen Netzwerk in der Gemeinschaft, um das ganz nachhaltig zu machen, dass man nicht nur ein paar Monate irgendwo in den USA war und dann zurückkommt sondern nachhaltigt im Grunde dieser Horizonterweiterungen nachwirkt und die dann auch verbreitet.
00:17:44: Das ist ja aktueller denn je!
00:17:46: Meine Kinder waren jetzt nicht mit WIFU im Ausland aber ich habe das immer für extrem wichtig ergehalten Teilweise eine harte Zeit, wenn die irgendwo in den USA waren und sich als Deutscher den Fragen stellen mussten von ihren Kommentonen.
00:17:59: Von jüdischen Mitstudenten, die sie dann getroffen haben was er in Deutschland nicht so häufig passiert und einfach da sich mit ihrem Deutschsein auseinandersetzen mussten auf der Weise was nachhaltigen Effekt hat und viel mehr bewirkt als in der Schule irgendwie fünf Stunden Geschichte darüber zu haben.
00:18:16: also das ist glaube ich das wo der Beitrag von WIFU überhaupt nicht überschätzt werden kann.
00:18:22: Diese persönliche Bewusstseinserweiterung, natürlich entstehen daraus Menschen, die einen anderen Horizont haben, die offener sind und ein anderes Demokratieverständnis haben.
00:18:33: Für mich war eben auch immer dieses Thema der ursprünglichen Ausgangspunkt, weil ich dann mal aus einer anderen Generation etwas komme, dass Demokratie-Verständnis tiefer geht als nur so bisschen an der Oberfläche zu sein, sondern wirklich über die Erfahrung international merkt, wie wichtig Menschenrechte sind.
00:18:49: Wie wichtig Meinungsfreiheit ist und wie wichtig eine liberale Gesellschaft ist.
00:18:55: Und der Auftrag, wie gesagt, er ist ja leider in Anführungszeichen nicht weniger wichtig geworden sondern wird gerade noch viel wichtiger als er ohnehin schon war.
00:19:07: Vielleicht auch ganz explizit zum Jugendaustausch was würdest du denn im Jugendlichen raten?
00:19:11: kurz vor der Entscheidung steht, mache ich einen Aufwandsaufenthalt oder nicht.
00:19:16: Ganz egal ob mit WIFU oder nicht aber vielleicht da eben noch nicht ganz der Mut da ist genau das zu tun.
00:19:22: Ja es hatte ja ihm schon mal so angedeutet also er wird eben auch angedeutet dass bei mir, dass ich das damals nicht gemacht habe dann aber Glück gehabt hab über Studium und Promotion in den internationalen Bereich dann doch Genuss zukommen internationale mich zu bewegen.
00:19:36: traut euch Klar war das andere Umstände und so.
00:19:40: Und da gab es auch Gründe, warum das nicht gepasst hätte bei mir aber es hatte auch was damit zu tun, dass ich mich nicht getraut habe.
00:19:45: deswegen würde ich auch noch sagen traut euch!
00:19:49: Das gilt sogar jetzt für fünf Jahren.
00:19:51: hier nach Kanada gezogen sind wir sind ja nicht irgendwie die Auswanderer gewesen die mit nur einen kleinen Köpferchen rüber.
00:19:59: Es war trotzdem nicht so einfach.
00:20:01: Man muss viel investieren und das meint man jetzt gar nicht mal irgendwelche Formalien, Bürokratie
00:20:08: usw.,
00:20:08: aber sich ein Freundeskreis neu aufzubauen, sich die Dinge zu suchen wo man sich engagieren will in der Community einzubetten, sich dazu engagieren.
00:20:17: Das sind ja alles keine Sachen, die einem zufliegen.
00:20:19: Das ist einfach nicht so.
00:20:20: Also wer rübergeht und von meiner Sicht meine persönliche Sicht wenn man rüber geht und denkt sowieso kommt diese Horizont-Erweiterung über mich, das funktioniert glaube ich nicht.
00:20:31: Man muss schon dann investieren und man muss aktiv versuchen sich in die neue Kultur aufzusaugen.
00:20:39: Und das ist anstrengend und manchmal vielleicht auch ein bisschen scary, dass man beängstigend oder näher aber so ein bisschen... Das kann ich mir ja schon vorstellen, wenn man vor der Entscheidung steht, dass es immer wie so ein großer Berg vor allem ist fremde Sprache, fremdes Land, lange weg usw.. Und in dem Alter ist das ja wahrscheinlich dann vorher noch nicht so oft passiert, denn mir würde mein Radwerk traut euch.
00:21:04: Es ist unterm Strich extrem bereichernd und aber es gibt ein bisschen um diese Bereicherung in den Genuss dieser Bereicherung zu kommen muss man auch ein bisschen arbeiten oder daran muss springen.
00:21:20: also das würde ich von daher jedem empfehlen.
00:21:24: Das lohnt sich auf jeden Fall.
00:21:26: Zum Jungtaustausch gehören ja auf der anderen Seite aber auch die Gastvermehlen.
00:21:29: Vielleicht auch genau dazu, was würdest du Familien raten?
00:21:32: Die vielleicht vor der Entscheidung stehen, weil ich eine Gastvermee mache und das machen wir nicht.
00:21:37: Das ist ja vielleicht genauso scary wie du es eben beschrieben hast.
00:21:40: Ja da ich jetzt selber kein WIFU-Austauschtstudent damals war, bin erst später mit WIFUs über die Projekte in Kontakt gekommen, habe ich da jetzt nicht so etwas... spezifisch in ein halbes Jahr einen Studenten aufzunehmen, nicht so die direkte Erfahrung selber.
00:21:55: Wir haben allerdings immer extrem viele Leute aus dem Freunde und internationale Bekannte und Freunde unserer Kinder gehabt zu Hause.
00:22:05: Mein Sohn heiratete jetzt in diesem Jahr, das wird eine extreme internationale Veranstaltung mit vielen Freunden und kann auch aller Herren nennen.
00:22:12: Das ist für uns als Gasteltern in dem Sinne dann ja auch eine extremen kommt das blöde Wort oder inspirierende Erfahrung, immer gewesen.
00:22:23: Und ich denke es ist so ähnlich vielleicht wie für den Austauschstudenten der rübergeht.
00:22:28: Das ist unterm Strich Der Benefit riesengroß und eine extreme Bereicherung.
00:22:33: aber man muss springen und man muss auch ein bisschen investieren und es gibt natürlich auch mal einen anderen Moment wo es gar nicht so ganz einfach ist.
00:22:39: Ich denke es geht für die Gastfamilien genauso.
00:22:41: Alles, was ich erlebt habe in dem Bereich ist das einfach auch für die Eltern.
00:22:45: Die dann eben Gastschüler oder Gaststudenten aufnehmen sehr bereichernd.
00:22:49: Auch wenn man darüber nachdenkt sicherlich erstmal so ein bisschen auch sowas machen, sowas nicht machen und... Was bedeutet das eigentlich?
00:22:57: Aber ich bin unapportiell, also es lohnt sich einfach.
00:23:00: Und auch da sind die Bedenken erst nach hinten zu stellen und zu springen uns zu machen und alles.
00:23:10: Also sowohl was ich jetzt im WIFU-Unfall höre, aber was ich auch selber dann erlebt habe als Gastfamilie für internationale Schüler und Studenten.
00:23:20: Was auch immer dazu sein eine tolle Erfahrung.
00:23:24: Die kann man auch gar nicht hoch genug einschätzen.
00:23:29: Schöne Worte noch zum Ende!
00:23:30: Und ja zum Ende.
00:23:32: in guter alte Podcast-Traizion von uns hast du ein Song, ein Lied Der für dich für das Thema oder fürs Gefühl von Aufbruch, Neugier.
00:23:41: Ja ... Reisen, Kulturaustausch ganz wie du es interpretiert steht?
00:23:47: Sehr schwierige Frage für mich weil irgendwie ist meinem Gehirn so ein paar Sachen sind wahrscheinlich anders verdraht als also.
00:23:54: ich kann mir ja ganz viele Dinge mit dem anderen anstellen aber Songs und Interpreten zu.
00:24:00: mir zu merken gehört nicht dazu Aber bin auch großer Fußballfan, also obwohl wir jetzt hier in Kanada leben sind wir nach wie vor immer noch bei Borussia Mönchengladbach mit unseren Dauerkarten unterwegs und jetzt ist der lokale BM von Borussia.
00:24:18: Der Song Die Seele brennt den kennt jetzt keiner.
00:24:21: aber wenn ich auch nicht schlecht finde und der passt dann ganz gut zu Aufbruch, is Unever Walk Alone ist jetzt vielleicht ein bisschen abgegriffen, aber was Besseres.
00:24:30: Also wie gesagt ich kann mir die einfach nicht so gut merken.
00:24:33: Ich ignoriere dann auch und da ist eigentlich ja alles drin Ja das finde ich schon Gemeinschaft Optimismus Zuversicht Und ich ignorier mal dass das ja auch der Stadion Song und der Kollegen Dortmund ist.
00:24:47: Aber vor allem ist es auch denn in Liverpool Und meine Borussia Die aus Mönchengladbach Ist damit eine Fanfreundschaft den Liverpool-Kollegen verbunden oder von daher Passt ja dann irgendwie und den würde ich dann mal aufrufen als den Zuversichtssong.
00:25:05: Den nehme ich auf jeden Fall mit, ich glaube der macht sich ganz wunderbar nicht nur in den Augen der Fußball-Fans sondern eben auch für das was er steht.
00:25:12: also vielen lieben Dank.
00:25:14: für den Song fange ich auf die Playlist und vielen dank für das Gespräch.
00:25:19: super gerne!
00:25:20: Dann beenden wir hiermit dem Podcast und ich sage danke fürs
00:25:23: zuhören an alle Zürerinnen.
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